Wege durch den Yoga-Dschungel

Wege durch den Yoga-Dschungel

Letzte Woche war es meine Aufgabe, für das Resort wo ich derzeit arbeite die Yogastunden zu beschreiben, die täglich angeboten werden. Im Angebot sind jeden Tag 5-7 Klassen in verschiedenen Yogastilen, die sowohl von Hotelgästen als auch von Teilnehmern von außerhalb besucht werden können. In Udara Bali unterrichten einige Indonesische Yogalehrer, die von Westlern oder von Balinesischen Yogalehrern ausgebildet wurden sowie meine russische Kollegin und ich.

Das war eine interessante Aufgabe, da ich verschiedene Yogastunden bei den anderen Lehrern besucht habe und ich konnte neue Yogastile ausprobieren, die mir bis dahin nicht so vertraut waren. Außerdem war es spannend zu lesen, was die Yogalehrer über ihre eigenen Stunden geschrieben haben. Hinzu kam, dass ich mein eigenes Wissen als Yogalehrer einbringen konnte und meine Lust am Schreiben wieder stärker wurde.

Mir ist klar geworden, wie unüberschaubar es für Yoganeulinge ist, sich in dem Dschungel von verschiedenen Yogastilen zurechtzufinden. Welcher Stil und welcher Lehrer sind für mich am besten geeignet, was passt zu meiner Intention, meiner Persönlichkeit und meinem Körper?

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Holding Space

Holding Space

Heutzutage hört man vor allem im Englischsprachigen Raum und in spirituellen Kreisen den Ausdruck „Holding Space“ sehr oft. Im Deutschen klingt der Ausdruck „Raum halten“ etwas gestelzt und bedarf vielleicht einiger Erklärung, damit man sich überhaupt etwas darunter vorstellen kann (Eckhart Tolle benutzt diesen Ausdruck übrigens auch in seinen Büchern). Es klingt vielleicht nach einem neu erfundenen esoterischen Terminus aus New-Age Kreisen. Ich sehe es eher als eine bestimmte Haltung und bestimmte Qualitätsmerkmale einer sozialen Interaktion in ganz unterschiedlichen Situationen. Sie helfen uns dabei, einen „Container“ (wieder so ein schönes englisches Wort) zu erschaffen, in dem es um Entwicklung, Heilung und Transformation geht.

Wie fühlst du dich, wenn dir jemand mit seiner ganzen Aufmerksamkeit zuhört und dir Zeit bzw. Raum gibt, um deine Emotionen und Gedanken auszudrücken? Wie fühlst du dich in einer Yogastunde, in der du eingeladen bist, den Blick ganz nach innen zu wenden um die Balance zwischen Körper, Atem und Geist zu erfahren? Wie findest du es, an einem Workshop teilzunehmen, bei dem du genauso sein darfst wie du bist, als Teil einer Gruppe, in der du dich sicher und respektiert fühlst? Natürlich sind wir gerne in Gesellschaft von Lehrern und Menschen, in deren Nähe wir uns wohl, sicher, akzeptiert und unterstützt fühlen.

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