Mantren & Kirtan

Mantren & Kirtan

Das Singen von Mantren ist eine schöne Art, den Geist zu beruhigen und sich mit einer höheren Kraft zu verbinden, egal ob du sie nun Gott, Shiva oder Buddha nennst. Mantren sind heilige Worte und werden traditionell in Sanskrit gesungen, einer alten indischen Sprache, in der viele antike spirituelle Texte verfasst wurden. Man sagt, dass die Silben der Mantren positive energetische Schwingungen in sich tragen und sie werden mit der Absicht rezitiert, sich mit dem jeweiligen Aspekt des Göttlichen zu verbinden.

Das Harmonium hat in Indien einen festen Platz zur Begleitung von klassischer und religiöser Musik. Kirtan ist die Form von Mantrasingen, bei der die Zuhörer im Wechsel mit dem Sänger mitsingen. Dabei reicht die Bandbreite von ruhigen langsamen Liedern bis hin zu kraftvollen Mantren, die das Publikum auch gerne mal zum Tanzen bringen.

Mein Weg von klassischer zu spiritueller Musik

Bei der Teilnahme von Yogastunden, Workshops und in meinen Yogalehrer-Ausbildungen habe ich das Mantrasingen kennen und lieben gelernt. Es hilft mir, meinen Geist zu beruhigen, meine Stimmung zu verbessern und höhere Bewusstseinszustände zu erreichen. Als ich meine erste Yogalehrer-Ausbildung 2012 in Tiruvannamalai in Indien absolviert habe, sind wir jeden Tag für eine Stunde zusammengekommen, um gemeinsam Mantren zu singen. Das war eine wohlverdiente Pause für Körper und Geist, denn wir waren von früh bis spät mit intensivem Lernen beschäftigt.

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Kakao-Zeremonien

Kakao-Zeremonien

Warum ist Kakao so etwas Besonders?

Kakao wurde im Rahmen von Ritual, Heilung und spirituellen Zeremonien bereits seit Tausenden von Jahren verwendet, insbesondere in Zentral- und Mittelamerika. Mittlerweile werden Kakao-Zeremonien auf der ganzen Welt immer populärer, insbesondere in der Yogaszene. Theobroma Cacao, der botanische Name der Frucht, wird übersetzt als „Die Speise für die Götter“ und mit dem Genuss von Cacao können inneres Erwachen, kreative Impulse, Öffnung des Herzens und Heilung gefördert werden. Als Nahrungsmittel ist es reich an Eisen, Magnesium und B-Vitaminen, es stärkt das Immunsystem, fördert die Konzentration und kann uns einen ordentlichen Energieschub geben. Dazu kommt, dass diese natürliche Pflanzenmedizin Hormone in unser Blut strömen lässt, unter deren Wirkung wir uns richtig gut fühlen, ohne jedoch zu Halluzinationen oder psychedelischen Zuständen zu führen.

Meine Liebe zu Kakao und Zeremonien

In Bali können wir hochwertigen Kakao beziehen, den wir in der zeremoniellen Zubereitung mit lokalen Gewürzen wie Ingwer, Nelken, Zimt, einer Prise Chilli und etwas Kokoszucker für zusätzliche Süße zubereiten. Als ich das erste Mal diesen zeremoniellen Kakao probiert habe, war ich überrascht über den Geschmack – sehr reichaltig und intensiv. Er ist nicht zu vergleichen mit dem süßen Kakaogetränk, das wir sonst mit warmer Milch trinken. Der zeremonielle Cacao ist viel ursprünglicher im Geschmack und dickflüssiger in seiner Konsistenz.

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Balance

Balance

Balance aus dem Blickwinkel von Bali und Indien

Verschiedene Traditionen haben schon vor langer Zeit erkannt wie wichtig es ist, dass wir Balance halten, um gesund, erfüllt und ausgeglichen auf dieser Erde leben zu können.

In Bali gibt es die Philosophie von „Tri Hita Karana“ – drei Säulen, die für das Wohlbefinden nötig sind: Harmonie zwischen den Menschen, Harmonie mit der Natur und Umgebung und die Harmonie mit dem Göttlichen. Es gilt die Balance im täglichen Leben zu erhalten im Zusammenleben von Menschen und in der Natur sowie auch die harmonische Verbindung zu der nicht-materiellen Wirklichkeit, die als Grundlage für das Wohlbefinden angesehen wird. Deutlich erkennbar ist dies in den täglichen Ritualen der Darbringung von Opfergaben sowohl für Götter als auch Dämonen und zahlreichen Zeremonien, die eng mit dem sozialen Leben verwoben sind.

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Theta Healing

Theta Healing

Wie ich zu Theta Healing gekommen bin

Was ich an meinem Leben in Bali so schätze ist die vielfältigen Angebote im Bereich Yoga, Selbstverwirklichung, Transformation und alternative Heilmethoden. Eine meiner Expat Freundinnen hat mir irgendwann von Theta Healing erzählt und so davon geschwärmt, dass ich neugierig wurde. Daraufhin habe ich eine Session mit Erika Johansson in Ubud gebucht. Das war ein sehr prägnantes Erlebnis, das mich sehr bewegt hat und ich war sofort überzeugt von der Methode.

 

Was ist Theta Healing und woher kommt es?

Die Theta Healing Methode ist eine effektive Technik, tief sitzende Glaubenssätze und Muster zu verändern. Es wird in Einzelsitzungen durchgeführt und beinhaltet Dialog und Meditation mit Elementen aus NLP und Kinesiologie. Die Methode wurde von Vianna Stibal in den USA entwickelt und seit 2000 weitweit unterrichtet. Erika Johansson aus Schweden lebt in Ubud und bietet dort Theta Healing Sessions und Kurse mit großem Erfolg an. Jedes Mal, wenn ich eine Session mit ihr hatte, bin ich mit mehr Klarheit und einem Gefühl von Erleichterung herausgegangen. Ich konnte viele Blockaden und einschränkende Muster loslassen, worüber ich sehr froh bin. Erika ist eine der besten Lehrerinnen, die ich bislang getroffen hatte – positiv, quirlig, intuitiv und trotzdem sehr bodenständig.

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Wege durch den Yoga-Dschungel

Wege durch den Yoga-Dschungel

Letzte Woche war es meine Aufgabe, für das Resort wo ich derzeit arbeite die Yogastunden zu beschreiben, die täglich angeboten werden. Im Angebot sind jeden Tag 5-7 Klassen in verschiedenen Yogastilen, die sowohl von Hotelgästen als auch von Teilnehmern von außerhalb besucht werden können. In Udara Bali unterrichten einige Indonesische Yogalehrer, die von Westlern oder von Balinesischen Yogalehrern ausgebildet wurden sowie meine russische Kollegin und ich.

Das war eine interessante Aufgabe, da ich verschiedene Yogastunden bei den anderen Lehrern besucht habe und ich konnte neue Yogastile ausprobieren, die mir bis dahin nicht so vertraut waren. Außerdem war es spannend zu lesen, was die Yogalehrer über ihre eigenen Stunden geschrieben haben. Hinzu kam, dass ich mein eigenes Wissen als Yogalehrer einbringen konnte und meine Lust am Schreiben wieder stärker wurde.

Mir ist klar geworden, wie unüberschaubar es für Yoganeulinge ist, sich in dem Dschungel von verschiedenen Yogastilen zurechtzufinden. Welcher Stil und welcher Lehrer sind für mich am besten geeignet, was passt zu meiner Intention, meiner Persönlichkeit und meinem Körper?

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Holding Space

Holding Space

Heutzutage hört man vor allem im Englischsprachigen Raum und in spirituellen Kreisen den Ausdruck „Holding Space“ sehr oft. Im Deutschen klingt der Ausdruck „Raum halten“ etwas gestelzt und bedarf vielleicht einiger Erklärung, damit man sich überhaupt etwas darunter vorstellen kann (Eckhart Tolle benutzt diesen Ausdruck übrigens auch in seinen Büchern). Es klingt vielleicht nach einem neu erfundenen esoterischen Terminus aus New-Age Kreisen. Ich sehe es eher als eine bestimmte Haltung und bestimmte Qualitätsmerkmale einer sozialen Interaktion in ganz unterschiedlichen Situationen. Sie helfen uns dabei, einen „Container“ (wieder so ein schönes englisches Wort) zu erschaffen, in dem es um Entwicklung, Heilung und Transformation geht.

Wie fühlst du dich, wenn dir jemand mit seiner ganzen Aufmerksamkeit zuhört und dir Zeit bzw. Raum gibt, um deine Emotionen und Gedanken auszudrücken? Wie fühlst du dich in einer Yogastunde, in der du eingeladen bist, den Blick ganz nach innen zu wenden um die Balance zwischen Körper, Atem und Geist zu erfahren? Wie findest du es, an einem Workshop teilzunehmen, bei dem du genauso sein darfst wie du bist, als Teil einer Gruppe, in der du dich sicher und respektiert fühlst? Natürlich sind wir gerne in Gesellschaft von Lehrern und Menschen, in deren Nähe wir uns wohl, sicher, akzeptiert und unterstützt fühlen.

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